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Kraftfahrzeug: Fahrzeughalter- oder Technikdaten ändern

Worum geht es?

Technische Veränderungen am Fahrzeug und Änderungen zum Fahrzeughalter sind in die Zulassungsbescheinigung Teil I und II (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) einzutragen.

Welche Änderungen der Zulassungsbehörde unter Vorlage der Zulassungsbescheinigung Teil I und II unverzüglich mitzuteilen sind, regelt § 13 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung.

Bei Änderung von Name oder Anschrift muss zuerst der Personalausweis bzw. bei Firmen der Eintrag im Gewerberegister und ggf. auch Handelsregister geändert werden.

Ausnahme:

  • Ändert sich nur die Anschrift innerhalb des Zulassungsbezirks, muss die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) nicht mit vorgelegt werden.
  • Auf einem "alten" Fahrzeugschein wird bei Änderung der Anschrift innerhalb des Zulassungsbezirkes ein Adressaufkleber aufgebracht. Die Vorlage des Fahrzeugbriefs ist dabei nicht erforderlich.
  • Nicht jede technische Änderung wird in den Fahrzeugbrief eingetragen. Ob die Vorlage des Fahrzeugbriefs erforderlich ist, kann in der Zulassungsbehörde direkt erfragt werden.

 

Was kostet die Bearbeitung des Vorgangs?

11,70 Euro

Im Einzelfall können zur Grundgebühr zusätzliche Kosten hinzukommen.

Wie kann ich bezahlen?

Bar, EC-Karte

Welche Unterlagen sind erforderlich?

Unterlagen

Ausfertigung

Form

Änderungsantrag
Original

Der Antrag wird bei Erfassung der Änderung vom Sachbearbeiter ausgedruckt und vom Fahrzeughalter unterschrieben.

Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
Original

Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
Original

Nicht erforderlich bei Änderung der Anschrift innerhalb des Zulassungsbezirks.

Personalausweis oder Reisepass
Kopie

Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
Kopie

Nur bei Firmen erforderlich.

Technisches Gutachten
Original
Formfrei

Nur bei technischen Änderungen erforderlich.

Prüfbericht Hauptuntersuchung
Original
Formfrei

Nur erforderlich, wenn in Abhängigkeit vom Erstzulassungsdatum eine Hauptuntersuchung bereits fällig war.

Neue Versicherungsbestätigung

Formfrei

Mündliche Bekanntgabe der vom Versicherer vergebenen Bestätigungsnummer. Nur erforderlich bei Änderung der Fahrzeugart bzw. Leistungssteigerung.

Einbaubescheinigung/ Steueränderungsantrag einer AU-berechtigten Kfz-Werkstatt
Original
Formfrei

Nur erforderlich bei Änderung der Emissionsklasse (Nachrüstung eines Katalysators) oder bei Änderung der Partikelminderungsstufe (Nachrüstung eines Dieselpartikelfilters).

Vollmacht
Original
Formfrei

Nur erforderlich, wenn der Antragsteller nicht persönlich in der Kfz-Zulassungsbehörde vorspricht.

Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

Die Antragstellung kann erfolgen durch:

  • Antragsteller persönlich
  • Vertreter mit Vollmacht


Der Antrag kann wie folgt gestellt werden:

  • durch persönliche Vorsprache während der Öffnungszeiten
  • Sie können den Vorgang auch direkt ONLINE auslösen und elektronisch einen Termin zur persönlichen Vorsprache in der Zulassungsbehörde vereinbaren.


Weitere Hinweise:

  • Der Antrag wird bei der Bearbeitung vom Sachbearbeiter ausgedruckt.
Welche Rechtsgrundlagen gelten?

§ 13 Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV)

Was ist außerdem zu beachten?

Wurde das Fahrzeug auf Kredit gekauft oder geleast:

  • Liegt die Zulassungsbescheinigung Teil II bei der Bank oder beim Leasinggeber, muss das Dokument der Zulassungsbehörde zur Änderung übersandt werden.
  • Die Anforderung erfolgt durch den Fahrzeughalter.

 

Eintragungspflichtige technische Änderungen am Fahrzeug sind z.B.:

  • Änderung der Fahrzeugklasse und Art des Aufbaus
  • Leistungssteigerung oder -reduzierung
  • Änderung von Hubraum, Kraftstoffart, Höchstgeschwindigkeit, Achslasten, Stützlast, Anhängerlast, Gesamtmasse, Fahrzeugabmessung
  • Änderung bzw. Umschlüsselung der Emissionsklasse

 

Sonstiges:

  • Ob technische Änderungen abnahme- und eintragungspflichtig sind, ist der Betriebserlaubnis oder Teilegenehmigung zu entnehmen.
  • Ist die Änderung abnahmepfichtig, bestätigt der amtlich anerkannte Sachverständige oder technische Prüfer die Abnahme mittels Gutachten nach § 19 oder 21 StVZO